Die Tradition des ,,Hotel zur Post“

Vom Eifeler Dorfgasthof  - zum modernen Hotelbetrieb

Als das Gebäude, in dem wir heute das Hotel "Zur Post" finden, im Jahre 1873 als Anwesen mit Stall und Scheune von der Familie Weiler-Pesch erbaut wurde, konnte niemand die Entwicklung, die dieses Haus im Laufe der nächsten 140 Jahre nahm, vorhersagen. Diese Entwicklung kann durchaus mit dem Titel "Vom Dorfgasthof zum modernen Hotelbetrieb" skizziert werden. Wir wollen Ihnen, verehrte Gäste, mit der vorliegenden kleinen Schrift die Geschichte unseres Hauses, dem Hotel "Zur Post", etwas näher bringen. Wir denken, dass diese Geschichte nicht nur unseren Stammgästen, sondern auch den Gästen, die erstmals in unserem Hotel weilen, interessante Einblicke in die Entwicklung eines Eifler Dorfgasthofes im schönen Erholungsort Meerfeld bieten wird.

Das Gasthaus Weiler-PeschEin Eifeler Dorfgasthof mit Lebensmittelgeschäft

Nach dem Bau des Hauses in der damaligen Hauptstraße in Meerfeld im Jahre 1873 wird bereits 13 Jahre später der eigentliche Grundstein für die Entwicklung gelegt, die das Haus in den nächsten mehr als 140 Jahren nehmen sollte. 1886 nämlich eröffneten meine Urgroßeltern die Gaststätte "Weiler-Pesch". Mit dieser Eröffnung verbunden war zugleich die Inbetriebnahme eines Lebensmittelgeschäftes. Damit waren meine Urgroßeltern den Weg, sich ein zweites Standbein neben der Landwirtschaft aufzubauen, ein wesentliches Stück gegangen.

Die Poststelle Meerfeld im Haus

Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler in der Entwicklung der damaligen Gaststätte "Weiler-Pesch " stellt das Jahr 1902 dar. In diesem Jahr übernahmen schließlich meine Großeltern den Betrieb der Gaststätte und des Lebensmittelgeschäftes. Das Haus hieß fortan Gasthaus "Weiler". Die Landwirtschaft allerdings war auch weiterhin die Basis für die wirtschaftliche Existenz unserer Familie. Aber es kam eine weitere auch für die Gemeinde Meerfeld wichtige Entwicklung hinzu. Das Gasthaus "Weiler" wurde, ebenfalls im Jahr 1902 Poststelle für Meerfeld. Nachdem die Gemeinde Meerfeld im Jahr 1900 bei der Oberpostdirektion Trier die Errichtung einer öffentlichen Fernsprechstelle bei der "Poststelle Meerfeld" beantragt und die Garantie zur Übernahme einer jährlichen Mindesteinnahme von Gesprächsgebühren in Höhe von 140 Mark für fünf Jahre gegeben hatte, erfolgte die Genehmigung der öffentlichen Fernsprechstelle im Jahr 1901. Dies bedeutete zugleich eine Aufwertung der "Poststelle Meerfeld". Das Gasthaus "Weiler" konnte damit ab 1902 drei für die dörfliche Entwicklung Meerfelds wichtige Einrichtungen unter einem Dach anbieten: die Gaststätte, das Lebensmittelgeschäft und die Poststelle.

Gasthaus MolitorDie ersten Übernachtungsgäste kommen

1937 übernahmen dann meine Eltern die Gaststätte. Auch sie führten die Poststelle weiter und dachten frühzeitig. Den entscheidenden Schritt in Richtung Gästebetrieb und Fremdenverkehr aber tat unsere Familie im Jahr 1948 mit dem Bau von zwei Gästeschlafzimmern. Mit dem Eintreffen der ersten Übernachtungsgäste, der Familie Dr. Altner aus Opladen, begann eigentlich auch die touristische Entwicklung in der Gemeinde Meerfeld. In den folgenden Jahren bauten meine Eltern den Betrieb, der sich nunmehr Gasthaus "Molitor" nannte, bis auf eine Kapazität von 33 Gästebetten aus. 1959 schließlich wird im Hause "Molitor" die Landwirtschaft eingestellt. Stall und Scheune werden umgebaut und es entsteht ein großer Festsaal sowie weitere Gästezimmer.

Vom Gasthaus zum Hotel

Vom Gasthaus zum HotelSeit 1975 arbeite ich im elterlichen Betrieb. Noch im gleichen Jahr haben wir grundlegende und wichtige Investitionen mit einer kompletten Hausrenovierung in Angriff genommen. Eine neue Küche wurde gebaut. Außerdem erfolgte der Ausbau der Gästezimmer in Zimmer mit Dusche und WC. Schließlich war auch der Einbau einer Zentralheizung von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung hin zu einem der größten Hotels in unserer Ferienregion, der " Vulkaneifel um Manderscheid".



Vom Gasthaus zum HotelIm Jahr 1978 schließlich habe ich zusammen mit meiner Frau Lydia den elterlichen Betrieb endgültig übernommen. Zunächst haben auch wir die Poststelle weitergeführt, die bereits mehr als 70 Jahre im Haus betrieben wurde. Diese Poststelle musste jedoch im Jahr 1982 im Zuge der Postreform geschlossen werden.Damit fehlte eine Einrichtung, die eigentlich immer zu unserem Haus gehört hat und sich bis zum heutigen Tage im Namen unseres Hotels widerspiegelt - Hotel "Zur Post ".

 

Ferienwohnungen1981 erfolgte, dann bereits eine weitere Modernisierungsphase. Mit dem Bau zweier Ferienwohnungen haben wir frühzeitig auf die verstärkte touristische Nachfrage nach Ferienappartements reagiert. Die positiven Erfahrungen veranlassten uns dann auch im Jahr 1988, sechs weitere Ferienwohnungen zu bauen. Diese Erweiterung war durch den Ankauf des Nachbarhauses möglich gewordenen. Nunmehr konnten wir in unserem Hotel 53 Gästebetten anbieten. Eine geschickte Bauweise ermöglicht es uns, die Ferienwohnungen entweder als Appartements oder als Doppelzimmer zu nutzen. Dies brachte eine hohe Flexibilität bei der Belegung des Hotels.

Die ersten Busgruppen kommen

Das Hotel "Zur Post" ist seit dieser Zeit in der Lage, auch Busgruppen zu beherbergen. Die ersten Anfragen und Buchungen von Busreiseunternehmen haben schließlich dazu geführt, dass wir uns seit einigen Jahren neben dem Individualreiseverkehr schwerpunktmäßig auf das Geschäft mit dem Bustourismus konzentrieren. Dabei wurde uns sehr schnell klar, dass 53 Betten für den Geschäftsbereich des Bustourismus und die gleichzeitige Bedienung der Stammkunden nicht ausreicht.

Die Schnelllebigkeit des touristischen Marktes machte es erforderlich, dass wir über weitere Investitionen nachdenken mussten. Innerbetriebliche Engpässe wie z.B. im Eingangsbereich/Foyer oder bei den Toiletten waren offenkundig. Zudem ergab sich durch die intensive Beobachtung des Busreiseverkehrs für uns die Notwendigkeit, über einen weiteren Ausbau des Hotels nachzudenken. Außerdem wollten wir auch weiterhin unsere Stammgäste, sowie einzelreisende Gäste in unserem Haus aufnehmen können. Deshalb waren wesentliche Ziele unserer Überlegungen, neue Aufenthaltsräume zu schaffen, die Bettenkapazität zu erhöhen und der vermehrten Nachfrage nach einem Personenaufzug im Haus für gehbehinderte und ältere Gäste Rechnung zu tragen, den Eingangsbereich mit Foyer und Rezeption in einem ansprechenden Ambiente zu gestalten sowie die Haustechnik auf den neuesten Stand zu bringen.

Die Handwerker sind wieder im HausDie Handwerker sind wieder im Haus

Nach vielen Diskussionen entschlossen wir uns schließlich, eine nochmalige Erweiterung des Hotels als Investition in die Zukunft vorzunehmen. So kam es, dass wir bereits sechs Jahre nach der letzten Baumaßnahme wiederum die Handwerker im Hause hatten. Mit dem Abschluss dieses Erweiterungsbaues im April 1995 können wir in unserem Hotel "Zur Post" nunmehr 90 Gästebetten anbieten. Mit annähernd 15.000 Gästeübernachtungen im Jahr hat sich unser Hotel somit im Laufe der Jahre zu einem der übernachtungsstärksten Hotelbetriebe in der Vulkaneifel entwickelt.

Gestaltung des EingangsbereichsZudem erfolgte die Gestaltung des Eingangsbereiches und der Terrasse!

Erweiterung HaupthausDie Erweiterung des Haupthauses

Im Jahr 2005 ist es soweit! Es wurde ein neues Erscheinungsbild des Haupthauses entwickelt! Die Umsetzung erfolgte rasch! Durch die Umgestaltung des Hauses erhielten alle Zimmer nun Balkone und großzugig gestaltete Zimmer und Bäder! Das Restaurant bekam durch eine neue Farbgestaltung, Mobiliar sowie einen gemütlich Kamin nun einen neuen Charakter.

Raum für Radfahrer und WandererRadfahrer und Wanderer hereinspaziert

Nach Kauf eines Grundstückes am Hotel entschlossen wir uns im Jahr 2012 etwas für die aktiven Urlauber zu tun! Es wurde ein Raum errichtet den Fahrradfahrer und Wanderer nutzen können.
Mit Werkbank (Werkzeugen) sowie Trockenmöglichkeiten einer Dusche und WC.

 

 

Neue Anlage und ParkflächenZudem gestaltete sich dadurch eine ganz neue Außenanlage am Hotel sowie Parkflächen hinter dem Hotel mit direkter Zugangsmöglichkeit ins Haus.

Wir sind bemüht, mit diesen Hotelerweiterung die lange Tradition unseres Hauses, die, wie wir gesehen haben, bis zum Jahr 1873 zurückreicht, auf hohem Niveau fortzuführen. Unsere Bemühungen werden auch zukünftig darauf ausgerichtet sein, die Gastlichkeit in unserem Haus groß zu schreiben.

 

Hotel zur Post · Meerbachstraße 24-26 · 54531 Meerfeld · Tel. +49 (0) 6572 93 19 0-0 · Fax +49 (0) 6572 93 19 0-60 · info@hotel-zur-post-meerfeld.de